In den Kolonien

February 20th, 2008

Nachdem ich fast zwei Wochen in den Kolonien auf der Suche nach Handpumpen, Bohrlöcher und Wassertanks war, konnte ich nun die Wasserproben für das Labor in Delhi sammeln. In zwei Tagen haben wir 20 mal 2 Liter Wasser von verschiedenen Handpumpen gesammelt, die das Labor nun auf verschiedene Pestizide und Organochloride testet.

Die Arbeit in den Kolonien war sehr spannend, abwechslungsreich und intensiv. Die meiste Zeit war ich mit Ritesh, einem Sambhavna health worker, unterwegs. Er kennt die Kolonien gut und hat bei der Datenerhebung übersetzt. Ohne Übersetzer hätte ich keine Chance gehabt, fast niemand konnte Englisch sprechen. Die meisten Leute in den Kolonien in welchen wir Daten gesammelt haben sind arm und haben keine bis schlechte Schulbildung. Mit den Satellitenkarten haben wir die Kolonien systematisch abgelaufen und haben zu jeder Handpumpe und zu jedem Bohrloch mit einem Fragebogen Daten gesammelt: Installationsdatum, Tiefe, Wasserqualität und -verfügbarkeit, Anzahl Leute die das Wasser nutzen, … In zwei Wochen haben wir so Daten für rund 400 Wasserquellen gesammelt. 20 Hanpumpen haben wir schlussendlich auserkoren um die Wasserproben zu nehmen.

Die Wasserproben sind unterdessen im Labor in Delhi und ich warte nun gespannt auf die Ergebnisse. Für euch hier ein paar Fotos aus den Kolonien…

Grüässli Aio

Meistens folgte uns eine Traube von neugierigen Kindern, während wir Strasse um Strasse in den Kolonien nach Handpumpen abklapperten

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Ein kleiner Garten in einer der Kolonien mit Gemüseanbau

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Kleiner Papayabaum mit reifenden Papayas in einem der Community-Gärten

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Nachmittagsappell in einer Schule

school

Büffel- oder Kuhdung wird zu Fladen geformt, getrocknet und aufgeschichtet. Manchmal kleben sie aber auch an den Hauswänden wo das Sonnenlicht sie trocknet. Die Dungtkuchen werden von den armen Familien zum kochen und heizengebraucht

dung

Eine private Handpumpe in einem Haus. Die privaten Pumpen sind in der Regel 30-80 Fuss tief.

handpump

Eine “Govenmental hand pump”. Diese Pumpen sind von den Behörden installiert worden und sind öffentlich zugänglich. Sie sind tiefer als die privaten Pumpen, von 150-300 Fuss tief. Die Wasserverfügbarkeit ist dementsprechend besser als bei den privaten Pumpen. Bei vielen privaten Pumpen versiegt das Wasser im Sommer.

govhandpump

Datenerhebung für ein Bohrloch bei einem Büffelfarmer.

ontheroad

Wasser aus einem privaten, mechanischen Bohrloch. In der Nähe stehen Petroltanks von Indian Oil, die höchstwahrscheinlich nich dicht sind: Das Wasser aus dem Bohrloch macht Blatern und riecht nach Benzin. Die Familie trinkt dieses Wasser. Das Grundwasser eines grossen Gebeites rund um die Öltanks (hunderte von Familien) riecht nach Benzin.

bubblewater

Wasser aus einer privaten Handpumpe. Viele der Handpumpen geben trübes Wasser, welches aufgrund der Partikel einen strengen Geruch haben kann. Auch dieses Wasser wird von der Familie als Trinkwasser verwendet.

muddywater

Annu Nagar, einer der Kolonien direkt neben den Bahngeleisen. Die Kolonie ist illegal, das Land gehört der indischen Eisenbahn. Die Leute sind arm, ihre Häuser sind aus Kuhdung, Holz, Plastik und Metallplatten gebaut. Die sanitäre Situation ist sehr schlecht, ebenso die medizinische Versorgung. Die Bewohner können sich die Installation von privaten Handpumpen nicht leisten. Sie sind deshalb von externer Versorgung mit Wasser von der Regierung abhängig.

annunagar

Warten auf Wasser: Ein Wassertank in Annu Nagar. Da das Grundwasser in vielen Kolonien nachweislich mit Chemikalien von Union Carbide verseucht ist, stellt die Regierung Wasser zur Verfügung. In mehreren Kolonien sind Wassertanks installiert. Diese werden aber unregelmässig gefüllt und die Qualität ist mehr schlecht als recht. Die Bewohner erhalten nicht genügend Wasser von den Tanks.

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Tankinspektion.

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Viele Tanks werden nicht geputzt und so bilden sich Algen im Innern und Sedimente Lagern sich ab. Wird der Tank nicht regelmässig gefüllt, fault das Wasser und ist von schlechter Qualität.

tank

Solar Evaporation Pond. Dieser Teich wurde von Union Carbide als Müllhalde für das Schmutzwasser der Fabrik gebraucht. Die Idee: Chemikalien im Schmutzwasser (Lösungsmittel, Salze, etc.) sollen an der Sonne verdampfen. Der Teich ist in unmittelbarer Nähe zu mehreren Kolonien.

SEP

Viele Menschen in den Kolonien leiden an Hautausschlägen aufgrund des Wassers das sie konsumieren. Das Grund- und das Tankwasser ist schlecht und so sind Hautprobleme sehr verbreitet.

skinrashes

skinrash1

Wasserproben, Tischtennis, Musik und ne Menge neue Gesichter

February 2nd, 2008

Es ist dringenst Zeit für ein Update, es ist einiges gelaufen in letzter Zeit. Ich den nächsten Tagen werde ich meine Satellitenkartenarbeit beenden und 20 Wasserproben von Handpumpen nehmen. In zwei Wochen werde ich die Proben nach Dehli in ein Labor zur Analyse bringen. Pro Probe muss ich zwei Liter Wasser nehmen, das heisst, dass ich rund 40 Liter Wasser nach Dehli schleppen muss - im Nachtzug. Weiss noch nicht genau wie, aber irgendwie wird auch das noch klappen…

In letzter Zeit sind einige neue Volunteers gekommen und gegangen, viele sind nur für 2-3 Wochen geblieben. Susan (Australien) und Marie Ann (USA) haben im Kräutergarten gearbeitet, Judith (Australien) hat in der Bibliothek mitgeholfen. Sie haben die Klinik unterdessen alle wieder verlassen. Seit einer Woche ist Eve aus den USA hier an der Klinik. Sie bleibt für vier Monate und versucht, einfache und billige Nachweismethoden für Schwermetalle im Wasser auszuarbeiten. Vor zwei Tagen sind Melanie und Nawa (beide Kanada) eingetrudelt. Nebenbei sind einige Projekte am laufen und viele Leute an der Klinik: Eine Gruppe indischer Studenten haben eine soziologische Studie durchgeführt. Mitte Februar startet der Padiatra (”Marsch”) von Bhopal nach Dehli. Eine Gruppe von Menschen die vom Gasunglück betroffen sind werden in 30 Tagen zu Fuss von Bhopal nach Dehli marschieren und ihre Forderungen beim indischen Premierminister deponieren. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren und viele Leute helfen mit den Marsch zu organisieren. Dabei zu sein wäre sicher ein riesen Erlebnis, ich habe aber mit meinem Projekt genug zu tun, damit es Ende Februar fertig wird.

Unterdessen hatte ich auch einen musikalischen Leckerbissen. Ein schweizer Musiker war im Bharat Bhavan, einer Kulturstätte in Bhopal, zu Gast und spielte klassische indische Musik. Er spielte , begleitet von einer Sitar und einer Tabla. Es war genial, leider hatte ich meinen Fotoapparat nicht dabei, ich hätte euch zu gerne ein paar Fotos und einen Video gezeigt…

Ahhh, auch sportlich tut sich was erwähnenswertes: Nächste Woche startet ein klinikinternes Ping-Pong-Turnier. Die Angestellten der Klinik haben in einem freistehenden Raum seit einem halben Jahr einen Tischtennistisch und in jeder freien Minute wird gespielt. Auch ich bin angemeldet und mein Ziel ist es, mindestens das Finale zu erreichen ;). Ich werde euch dann berichten wie es gelaufen ist.

So, dann habe ich zum Schluss noch ein paar Fotos. Mit denen schicke ich euch liebe Grüsse in die Schweiz oder wo immer ihr auch seid.

Sonnenuntergang in Bhopal von der Sambhavna Klinik aus

anothersunset

Judith in der Bibliothek
Judith

Mein Arbeitsplatz. Ich habe ihn zugegebenermassen für das Foto schön hergerichtet :). Die Blumen sind unterdessen leider vertrocknet… Das Tennisracket links im Bild ist ein Moskitokiller. Es steht unter Strom und grilliert Moskitos regelrecht.
desk

Pfannengesicht: Ab und zu kochen wir zusammen ein herrlich “geschmackloses” Nachtessen ohne Gewürze, Chillis und Curry. An diesem Abend gabs Kartoffelstock mit Karotten und Erbsen.

funnypan

Pedalofahrt auf dem Upper Lake und Imbiss im schicken “Wind and Waves” mit Aussicht über den See und Teile der Stadt

pedalo

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Silvester feierten wir auf einer Farm ausserhalb von Bhopal mit Feuer, Chickencurry, Tanz und Musik.

chillgrill

chillgrill2

chillgrill3

Salman und seine neuste Errungenschaft auf dem Fruchtmarkt. Vor einem Monat kaufte er einen Occassiontöff für etwa 1000 Franken.

salmanbike

Neuste Modetrends aus Bhopal: Shopping mit Tarunima und Dharmesh im Royal Market. Wir haben uns durch sämtliche Jackets die im Hintergrund hängen durchgearbeitet, schliesslich habe ich mir einen edlen Anzug gekauft.

Shopping

Marie Ann, Gangaram und Sambhavna health worker Ritesh warten auf ihren wohlverdienten Chai Tee nach einem anstrengenden Tag auf Handpumpensuche in den Kolonien.

chai

Union Carbide Fabrik

January 17th, 2008

Union Carbide und Dow Chemical

Vor 2 Monaten war ich mit Darmesh und Sara auf dem Gelände der Union Carbide Fabrik. Die Fabrik ist zehn Minuten von der Sambhavna Trust Clinic entfernt und in unmittelbarer Nähe mehrerer Kolonien. Sie stellte das Pestizid Sevin (Carbaryl) sowie Phosgen und das Gas Methylisocyanat (MIC) her. Die Fabrik wurde im Jahr 1969 gebaut und startete im Jahr 1979 mit der Produktion von MIC vor Ort, zuvor wurde MIC aus den USA importiert. Beim Unfall im Jahr 1984 trat MIC aus einem Tank aus und tötete tausende von Menschen in den Kolonien in unmittelbarer Nähe zur Fabrik und verwundete zehntausende. Nach dem Unglück wurde die Fabrik geschlossen, das Gelände wurde aber bis heute nicht wirklich saniert.

Ich habe ein bisschen Recherche betrieben, hier ein paar Infos zum Geschehen nach dem Unglück: 1985 verlangte die indische Regierung vor einem amerikanischen Gericht einen Schadenersatz von 3.3 Milliarden Dollar. Union Carbide gelingt es, dass der Fall vor einem indischen Gericht behandelt wird und nicht in den USA. 1989, nach Jahren vor Gericht, muss Union Carbide noch 470 Millionen Dollar Schadenersatz bezahlen, ein Bruchteil der ursprünglichen Forderung der indischen Regierung. 1994 erlaubt der indische Supreme Court Union Carbide, das Gelände auf der die Fabrik steht, zu verkaufen. Mit dem Erlös wird ein Spital für die Opfer der Katastrophe gebaut. Die indische Regierung übernimmt das Gelände und die Verantwortung für die Sanierung, also die Beseitigung von kontaminiertem Boden und Wasser. Gleichzeitig hat Union Carbide keine Niederlassung mehr in Indien, weitere gerichtliche Schritte gegen Union Carbide in Indien werden praktisch unmöglich. Im Jahr 2001 kauft die amerikanische Firma Dow Chemical Union Carbide für 10 Milliarden Dollar, aus dem Zusammenschluss geht der weltweit grösste Chemiekonzern hervor. Dow Chemical hat Niederlassungen in Indien, dadurch entstehen neue Möglichkeiten um gerichtlich gegen den Konzern vorzugehen.

Auch heute ist eine kontroverse Diskussion im Gange: Viele unmittelbar Betroffene des Unglücks müssen für den Rest ihres Lebens medizinische Behandlung in Anspruch nehmen. Die Kompensationszahlung ergibt ungefähr 500 US-Dollar pro Person die entschädigt wurde. Union Carbide: “500 Dollar ist viel Geld für indische Verhältnisse. Das Geld reicht aber niemals aus, um die Behandlungskosten zu decken. Weiter gibt es heute in der 2. und 3. Generation Folgeschäden, die nicht mehr durch die Kompensationszahlung gedeckt werden: Die Krebsrate in Bhopal und Missbildungen bei Neugebohrenen ist überdurchschnittlich hoch. Da Union Carbide das Fabrikgelände nie saniert hat und jahrelang offen giftige Chemikalien auf dem verlassenen Gelände gelagert wurden, wurde das Grundwasser kontaminiert. Viele Menschen leiden heute an chronischen Erkrankungen durch die Aufnahme von Chemikalien durch das Wasser.

Da Dow Chemical Union Carbide gekauft hat, müsste man Annehmen, dass Dow auch die Verantwortung für das Bhopalunglück übernimmt. Das ist nicht geschehen, Dow lehnt jegliche Verantwortung ab. Im Gegensatz dazu akzeptierte Dow die Verantwortung für einen Asbestfall in den USA und bezahlt über 7 Mrd. Dollar Schadenersatz. Weiter zahlte Dow 2002 in den USA einer Familie, dessen Kind durch das Dow-Pestizid Dursban geschädigt wurde, 10 Millionen Dollar Schadenersatz. Dursban ist in den USA unterdessen verboten, wird aber von Dow in Indien noch als sicher deklariert und weiter verkauft. (Nebenbei noch eine Anmerkung: Dow Chemical hat übrigens auch Agent Orange und Napalm in grossen Mengen produziert und eine Menge Geld damit verdient)

Alle diese Fakten treibt die Bhopalis auch heute noch an, für eine gerechte Entschädigung zu kämpfen und Forderungen an Dow zu stellen. Nach dem Verursacherprinzip verlangen sie, dass Dow das Fabrikgelände saniert und eine faire Kompensation zahlt.

Fabrikbesichtigung

Um die Fabrik besichtigen zu dürfen mussten wir einen Antrag beim Collectors Office, einer Stadtbehörde, stellen. Wir tarnten uns als Touristen und brachten Kopien unserer Pässe zum Büro der Behörden. Da der Chef der Behörde nicht anwesend war und niemand wusste, wann er zurück sein würde, konnten wir die Bewilligung erst am nächsten Tag abholen.

Der Zutritt zum Fabrikgelände ohne Bewilligung ist offiziell verboten, faktisch aber jederzeit möglich. Nur an wenigen Stellen ist das Gelände von einer Mauer umgeben, an den meisten Stellen ist nicht einmal ein Stacheldraht vorhanden. Nach dem Unglück war das Gelände lange frei zugänglich. Viele Presseleute waren in der Fabrik und fotographierten die herumliegenden Chemikalien und die verrottende Infrastruktur. Wegen der schlechten Presse wurde das Gelände dann aber gesperrt. Ausserdem klauten die Leute Metall aus den Stahlgerüsten um sie zu verkaufen. Bis vor wenigen Jahren lagen immer noch Chemikalien offen herum, diese wurden unterdessen aber in ein geschlossenes Gebäude gebracht, das Gebäude steht irgendwo auf dem Fabrikgelände. Wir haben eine geführte Tour, zwei Wachmänner begleiten uns auf dem Rundgang. Das Gelände wirkt wie ein riesiger Abenteuerpark und tatsächlich hat es viele Kinder die Verstecken spielen auf dem Gelände.

Der Rundgang war sehr eindrücklich und ich habe einige Bilder davon gemacht, die ich euch zeige.

Produktionsanlage

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Fabrik3

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Adventure-Park

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Lagerhallen, bis vor kurzem wurden hier noch Chemikalien aufbewahrt

lagerhalle

Kantinengebäude für die Fabrikarbeiter

kantine

Plakette eines Behälters für Lösungsmittel

plakette

Picknik (Piknik, Picknick, Piknick ???) auf dem Gelände, das theoretisch gesperrt ist

picknick

Flare tower über den das MIC hätte austreten sollen. Da beim Unfall das Sicherheitssystem versagte, kroch die Gaswolke am Boden entlang Richtung Kolonien

flaretower

Auf der Jagd

January 3rd, 2008

Erster Eintrag im 2008! Ich bin gut gerutscht und hoffe auch ihr hattet eine gute Neujahrsfeier! Letzte Woche hatten Sathyu, Dharmesh, Rachna und ich eine Menge Spass mit einem Pfeilbogen, den Sathyu von einer Frau eines indischen Urstammes gekauft hatte. Wir legten uns im Kräutergarten der Klinik auf die Lauer um Büffel und Elefanten zu jagen, leider kreuzte aber keines dieser Tiere unseren weg. So machten wir schliesslich einige Zielübungen auf ein Holzbrett, auch das war enorm spassig. Es war gar nicht so einfach den Bogen richtig zu spannen, nach einigen Anläufen hatten wir den Dreh dann aber raus und hätten sicher eine ganze Elefantenherde erlegen können. Einige Stämme auf dem Land brauchen diese Bogen auch heute noch zum jagen, ich weiss aber nicht genau, was für Tiere sie damit erlegen. Sathyu meinte, dass sie den Bogen liegend mit den Füssen spannen und so Tiere aus grosser Distanz treffen können. Apropos Elefanten… Ich habe Affen und Büffel, Geleeris und heilige Kühe gesehen und im Zoo in Bhopal gibts grosse Tiger. Aber einen Elefanten habe ich noch nicht gesehen, das fehlt noch im Repertoire. Ich hoffe ich krieg das hin, drückt mir die Daumen. Falls es mir gelingt werde ich es mit einem Foto belegen!

Habe noch einige Sonnenaufunduntergänge die ich euch hier zeigen möchte. Und dann hab ich heute in den Onlinenachrichten noch etwas über indische Grosskonzerne auf Einkaufstour gelesen, vielleicht interessiert das den einen oder anderen Ökonomiestudenten…

Grüsse und bis zum nächsten mal.

Aio

Pfeilbogensession im Kräutergarten

RachnaBogen

DharmeshBogen

RachnaShoot

AioShoot

Sonnenaufunduntergänge

Sonnenuntergang

Sonnenaufgang

Sonennauffgangg

Än guätä Rutsch is 2008!!!

December 31st, 2007

Ich wünschä allnä än guätä Rutsch is 2008! Dä Blog macht dä Übergang is neuä Johr mit indischem Hitsound und berüämt berüchtigtä Tanzszenenä us dä Bollywoodfilm. Zeigt au einä vodä vilä Gegäsätz in Indie: Konservativi, zementierti, patriarchalischi Strukturä vs. Western Style und (überbordende) Freizügigkeit…

Liebi Grüäss Aio

Jhalak Dikhlaja aus dem Bollywoodfilm Jahalak

Dird-E-Disco aus dem Bollywoodfilm Om Shanti Om

Weihnachtsgrüsse

December 25th, 2007

Mit den folgenden S/W-Bildern wünsche ich euch allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und erholsame Ferien.

Liebe Grüsse aus Indien

Aio

SleepinWoman

GoatChild

hello1

TailorBoy

ShivaniHersita

HoldingHands

Mädchen

SleepingBaby

FoldingHands

Rösti-Fun bei Salman

December 22nd, 2007

Vor zwei Tagen war ich bei Salman zu Hause und habe seine Familie bekocht: 3 kg Kartoffeln und sechs Eier, das war alles was ich dazu benötigte. Es war ein sehr gemütlicher Abend mit Kochen, Plaudern, Essen und Entspannen. Ich habe Rösti gemacht auf die einfachste Art und sie ist ziemlich gut angekommen. Die ganze Familie (etwa 10 Leute) hat mir zugekuckt beim zubereiten der Kartoffeln und hatte ihren Spass dabei. Ich habe die Kartoffeln nur mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt und ich hatte bereits eine Vorahnung, dass das eventuell zu wenig und zu langweilig ist für eine indische Familie, die massenhaft Gewürz zum kochen verwendet. Und so wurde kräftig nachgewürzt mit Paprika, mehr Pfeffer und Salz und einer bestialisch scharfen Ketchupsauce. Rösti war es auf jeden Fall noch, einfach auf die indische Art :).

Wenn wir schon beim Essen sind: Vor einigen Wochen als ich Magenprobleme hatte, habe ich eine Knorr-Gemüsesuppe gekauft und mich auf ein mildes Süppchen gefreut, das meinem Magen bestimmt auf die Beine helfen würde. Nach dem ersten Löffel merkte ich aber schnell, dass das Rezept auf indische Verhältnisse zugeschnitten wurde, es war enorm scharf. Es war aber auch enorm gut und so habe ich die Suppe meinem Magen trotzdem zugemutet.

Bald sind Weihnachten, ich merke davon aber wenig hier in Bhopal, es gibt nur eine sehr kleine christliche Gemeinde und einige wenige Kirchen in der Stadt. Ich möchte bald einmal eine besuchen, es nimmt mich wunder, wie Kirchen hier gebaut sind und wie eine Gemeinde funktioniert. Am 25. Dezember bleibt die Klinik geschlossen und wir Volunteers werden zusammen ein Nachtessen zubereiten um ein wenig zu feiern.

In Bhopal stehen vor allem die grossen Hindu-Feste und die muslimischen Feiertage im Vordergrund. Gestern startete das zweite Ead im Jahr, einer der grössten muslimischen Feiertage. Das Bakri-Ead (bakri=Ziege) dauert 3 Tage und es werden eine Menge Ziegen geschlachtet und verspeist während den drei Tagen. Bis gestern waren die Strassen voll von Ziegen, die sind jetzt aber alle in den Kochtöpfen verschwunden. Auch Salman kaufte bereits vor zwei Wochen eine Ziege für seine Familie, die sie zu Hause hielten und fütterten. Aber das ist eine andere Story die ich euch nach Weihnachten auftischen werde :).

Bis dahin wünsche ich allen Bloglesern und Blogleserinnen schöne und erholsame Weihnachten. Liebe Grüsse aus Indien

Aio

Konzentriert bei der Arbeit…

Concentration

… und genau beobachtet von der Chefchöchin im Hause, Salmans Mum

SalmanMum

Nilu mit der Gewürzbox, erste Rösti fast parat

Gewürzbox

Rösti Monster

Röstimonster

Festmahl in der Küche

Festmahl

Huuuh, was liegt hier in meinem Teller? S is ne Rösti…

Shifa

Azmad füttert die Ziege
Goat

Chillout vor dem Fernseher nach dem Nachtessen und der harten Küchenarbeit

Chillout

Seit neustem das Haustier der Familie: Chin-Chin, ein junges Geleeri ohne Eltern, das Salmans Schwester vor einer Katze gerettet hat

Chinchin

Jubiläumsaktivitäten

December 16th, 2007

Hallo liebe BlogleserInnen, es ist höchste Zeit für einen neuen Eintrag und ein Update über die neusten Ereignisse. Mir geht es gut und ich freue mich, endlich wieder einmal einen Eintrag zu verfassen. Die letzten zwei Wochen waren sehr intensiv hier an der Klinik, ich hatte viel zu tun mit den “Jubiläums”-Aktivitäten zum 23. Jahrestag des Bhopaldisasters, deshalb die unüblich lange Wartezeit.

So schreibe ich heute über das Wetter, was alles gelaufen ist während dem Jubiläum, wie es mit meiner Arbeit vorangeht und ich stelle euch ein paar neue Leute vor. Das Wetter zuerst =). Es ist seeehr kalt geworden hier, die letzten zwei Tage war die Sonne den ganzen Tag über von Wolken verdeckt worden und eine kalte Bise wehte durch Bhopal. Ich fühle mich wie im höchsten Winter, obwohl es noch nicht kälter als 14 Grad wurde. Ich denke, das kommt auch daher, dass hier alle Leute Wollmützen und Winterjacken tragen, die wir bei Schnee und Minustemperarturen aus dem Kleiderschrank nehmen.

Tarunima, Darmesh und Maude

Tarunima aus Kalkutta und Dharmesh aus Chenai sind seit zwei Wochen, bzw. einem Monat hier an der Klinik und unterstützen Eurig bei seiner Forschungsarbeit. Sie beide werden die Arbeit hier weiterführen, wenn Eurig im Januar zurück nach Schottland an die Uni muss. Maude ist aus Amerika, lebt aber in Australien und ist seit fünf Jahren regelmässiger Gast an der Klinik. Sie macht viele Fotografien und hilft mit, wo gerade eine Arbeitskraft benötigt wird.

Tarunima und Darmesh

DaremshTarunima

In den Tagen vor dem 2. und 3. Dezember waren alle Volunteers damit beschäftigt, Plakate und Schriftzüge für die beiden Tage vorzubereiten. Wir brauchten einige Tage, um die rund 50 Plakate mit Schriftzügen auf Hindi und Englisch fertig zu stellen. Das Programm an den zwei Tagen war sehr umfangreich und ich musste meine letzten Energiereserven dafür mobilisieren…

2. Dezember

Das Programm am Samstag startete am Nachmittag mit einiger Verspätung: Gemietete Busse sollten die Bewohner der Kolonien die sich rund um die Union Carbide Fabrik befinden, an ihren Wohnorten aufnehmen an den Upper Lake transportieren. Dies beanspruchte mehr Zeit als geplant, schliesslich trafen dann aber alle Leute ein. Die meisten Leute sind Opfer des Unglücks, haben gesundheitliche Probleme und könnten sich eine Rikshafahrt nicht leisten, deshalb hat die Klinik die Busse organisiert.

Wir bildeten eine Menschenkette an der Strasse die am See entlang führt und präsentierten den vorbeifahrenden Autos und Rikshas Posters, auf denen Informationen zu Gesundheitsschäden, Fakten zum Bhopalunglück und Forderungen an die Regierung und Dow Chemical standen. Während einer Stunde standen wir dicht an dicht und posierten für die Kameras der zahlreich anwesenden Journalisten.

Nachdem sich die Kette aufgelöst hatte, zogen die Kolonienbewohner weiter vor den Regierungssitz des Bundesstaates Madhya Pradesh, um für ihre anliegen zu protestieren. Ich war bei dieser Aktion nicht dabei und habe mich mit den Volunteers auf den Weg zum New Market gemacht, dort sollte am Abend eine Pressekonferenz, eine Schweigeminute und ein Konzert der Bhopaler Band “AKS” stattfinden. Der New Market liegt zentral in der Stadt und auf dem grossen Marktplatz waren bereits alle Vorbereitungen getroffen worden: Die Bühne und Soundanlage für die Band war installiert und auch die Medien waren zahlreich anwesend.

Am Abend waren einige hundert Menschen auf dem Platz versammelt, Kerzen wurden verteilt und angezündet in Erinnerung an die vielen Opfer des Unglücks. Nach der Schweigeminute hielt Sathyu eine Pressekonferenz inmitten des Kerzenmeeres ab. Zum Schluss performte die Band ihren Song “MIC”, das ist der Nahme des Gases Methylisocyanat, welches in der Unglücksnacht aus der Fabrik ausgetreten ist, etwa 8000 Menschen sofort tötete und zehntausende schwer verletzte. Am 3. Dezember im Jahr 1984 nach Mitternacht trat das Gas aus und stürtzte Bhopal in ein Chaos und eine unfassbare Tragödie…

Tarunima und Prabjit im Bus Richtung “Human chain”

Busfahrt

Ankunft der Bewohner aus den Kolonien am Upper Lake

Ankunft

Maude und Eurig beim Treffpunkt am Upper Lake

MaudeEurig

Menschenkette

Menschenkette

Sari-Fraktion der Menschenkette

Sari

Schweigeminute auf dem Marktplatz des New Market

Schweigeminute

Pressekonferenz im Kerzenmeer

Pressekonferenz

Band AKS, parat für ihren ersten Auftritt vor grossem Publikum

AKS

3. Dezember

Am Nachmittag versammelte sich eine hundertschaft von Menschen in der Nähe des Bahnhofs zum grossen Demonstrationszug durch die Stadt. Begleitet von der Polizei zogen wir auf der Hauptstrasse und durch Quartierstrassen in Richtung des Fabrikgeländes. Der Endpunkt sollte J.P. Nagar sein, eine der Kolonien neben der Fabrik, welche am härtesten vom ausströmenden Gas getroffen wurden.

Wir waren rund drei Stunden zu Fuss unterwegs und die Menschen machten ihrem Unmut lauthals kund: Parolen gegen Dow Chemical, die indische Regierung und andere Autoritäten wurden skandiert, Flaggen geschwungen und ein Wagen voller Lautsprecher beschallte die Passanten mit Informationen. Der Umzug wurde von einer riesigen Statue angeführt, welche beide Seiten der Medaille von Wirtschaft und Unternehmen verkörperte: Zum eine als lächelndes Gesicht mit Arbeitsplätzen und Wohlfahrt, auf der anderen eine rücksichtslose Fratze, eine Geldmaschine ohne Rücksicht auf Verluste. Die Menschen in Bhopal kennen vor allem das zweite Gesicht.

In J.P. Nagar angekommen, wurde die Statue zur Genugtuung der Protestierenden und für die Kameras der Journalisten unter lautem Beifall verbrannt. Die Wut und Ohnmacht der Menschen war spürbar und sie entlud sich an der brennenden Statue, die am Schluss mit Stöcken traktiert wurde. Die Lage beruhigte sich als die Band AKS noch einmal ihren Song performte und damit das Programm beendete. Es war eindrücklich, dabei gewesen zu sein und als Teil der Gruppe mitzumarschieren im Kampf für ihre Anliegen. Anliegen die ich auch mit meiner Arbeit hier unterstütze. Ich habe aber auch gemerkt, dass mir die Wut der Menschen fremd war. Ich gehörte dazu, ich habe aber nicht die selben Erfahrungen durchgemacht wie die Menschen und fühlte mich zwischendurch auch ein wenig als Fremdkörper im ganzen Geschehen.

An diesem Tag war auch Prabjit`s Geburtstag, wir fühlten uns aber nicht wirklich danach zu feiern und sassen wir einfach zusammen und tauschten uns aus über das Gesehene und Erlebte.

Protestumzug auf der Berasia Road

Protest2

Protest3

Endpunkt in J.P. Nagar mit Schlussakt

Brenn

Slapping

Mein Prakti-Projekt

Meine Arbeit macht Fortschritte. Ich habe alle Satellitenkarten der Kolonien rund um das Union Carbide Gelände fertig vorbereitet und werde bald in diese Kolonien gehen, um alle Hanpumpen und weiteren Wasserquellen (z.B. Bohrlöcher) auf den Karten zu markieren. Die Arbeit ist ziemlich zeitaufwändig, ich muss in allen Kolonien sämtliche Strassen abschreiten, begleitet von kreischenden Kindern, die sich fragen, was der Westler wohl in der Kolonie zu suchen hat. Es ist gar nicht so einfach, eine Handpumpe zu fotografieren, ohne dass eine Mauer von Kinder sie verdeckt. Für J.P. Nagar habe ich dies bereits gemacht und es hat gut funktioniert mit der Positionierung. Die Besten News erhielt ich letzte Woche: Ich habe von der ETH und meinem Supervisor ein Budget erhalten, um 20 Wasserproben von Handpumpen in einem Labor in Indien zu analysieren! So bin ich nun daran, die Satellitenkartenarbeit zu beenden, damit ich bald die Proben nehmen und nach Dehli ins Labor bringen kann.

Geschlossener Brunnen und viele neugierige Gesichter in J.P. Nagar

Brunnenkinder

Ich mit Handpump No. 4 in J.P. Nagar =)

Brunnen

Kolonienübersicht rund um das ehemalige Union Carbide Fabrikgelände

Kolonien

Fertige Map für J.P. Nagar mit Markierungen für die Hanpumpen und weiteren Wasserquellen

NagarMap

Soooo, soviel für heute… Für den nächsten Eintrag habe ich ein paar Videos parat, unter anderem vom Demonstrationsumzug und von der Band “AKS”, es lohnt sich also, bald wieder einmal vorbeizuschauen. Ich hoffe euch gehts gut im Weihnachtstrubel und Geschenkefindundeinpackendspurt.

Bis bald und liebe Grüsse aus dem jetzt auch kalten Bhopal,

Aio

Micha Pataults Arbeit

November 26th, 2007

Letzte Woche war Micha Patault hier an der klinik zu Besuch, er ist ein Freelancer-Fotograf aus Frankreich. Er ist gegen die 30 Jahre alt, lebt in Paris und arbeitet da in einem Pub. Er hat 2 Jahre Hindi studiert und war bereits mehrere Male in Indien. Er hat eine umfassende Fotodokumentation zu Bhopal erstellt und ich finde seine Arbeit sehr beeindruckend, weshalb ich euch hier den Link zu seiner Homepage empfehlen möchte: http://michapatault.com. Es lohnt sich dort reinzuscheuen: Auf der Page findet ihr auch viele wunderschöne Fotos, die er auf seinen zahlreichen Reisen in Indien gemacht hat.
Micha im Office von der Chingari Trust

Micha

Aktuell ist er daran, für ein Fotomagazin eine Fotoserie zu Bhopal zusammenzustellen. Sie legt den Fokus auf die zweite Generation, die vom Bhopal-Unglück betroffen ist, nämlich die Kinder. Eine erhöhte Anzahl von Kindern kommt mit angeborenen Schäden zur Welt. Viele sind Blind, Gehörlos oder haben Missbildungen. In derDokumentation für das Magazin zeigt er Kinder, bei welchen Operationen möglich waren und durchgeführt wurden, um ihre Beschwerden zu lindern. Hier ein paar Fotos von seiner Homepage als Auszug (copyright by Micha Patault):

Fotos von Micha

GehhilfePlantAugenlicht

Zum Schluss noch etwas kleines in eigener Sache: Ihr könnt meinen Blog per RSS-Feed abonnieren :). Die meisten wissen wahrscheinlich wies funktioniert, ich selbst habe das erst gestern ausprobiert, hab das nie wirklich benötigt vorher das RSS-Zeugs… Funktionieren tuts so im Firefox: In der URL-Leiste auf das orange Logo klicken, dann “Dynamisches Lesezeichen” abonnieren. “Petes im Ausland” dann in der “Lesezeichen-Symbolleiste” erstellen. Und fertig ist das RSS und einfach auf einen Klick sehen obs was neues gibt auf dem Blog :).

Bis bald, Grüsse aus Indien

Winter in Bhopal

November 23rd, 2007

In der Schweiz schneit es und es ist zuweilen eisig kalt, wie ich gehört habe. Auch hier in Bhopal steht der Winter vor der Tür, der von Dezember bis Februar ist. Innerhalb der letzten Woche hat es merklich abgekühlt, in der Nacht ist es noch 14 Grad. Am Tag ist es in der Sonne immer noch heiss, im Schatten ziehe ich aber immer öfter den Pullover an. Viele Inder haben aber schon ihre Jacken aus dem Schrank genommen und tragen morgens und abends eine Strickkappe. Bis ich zur Kappe greife muss es aber schon noch ziemlich kälter werden. Aber die Leute hier sind sich halt andere Temperaturen gewöhnt: Im wärmsten Monat Mai ist es durchschnittlich 42 Grad heiss…

Letzte Woche habe ich zum ersten Mal Wolken am Himmel gesehen und habe mich schon auf Regen gefreut. Den gibt es aber leider nur während der Monsunzeit (Juni-September), dann aber in riesigen Mengen. Letztes Jahr hat es in Bhopal schwere Überschwemmungen gegeben nach heftigem Regen.

Den gestrigen Tag habe ich mit Plakate malen verbracht. Alle Staffmitglieder sind für den Jahrestag am Plakate vorbereiten und wir Volunteers wurden eingespannt um mitzuhelfen. Ich habe für Jyoti, die Yogalehrerin, mit Pinsel und Filzstiften ein Excel-Graph auf ein Plakat vergrössert. Es zeigt, wie sich die Anzahl der Leute, die Yoga als Therapie anwenden, während den letzten sechs Jahren verändert hat. Von 250 im Jahr 2002 steigerte sich die Anzahl auf rund 1200 im Jahr 2007. Das ist doch eine beachtliche Anzahl. Heute Nachmittag findet beim wöchentlichen Staffmeeting die Präsentation aller Plakate statt. Man munkelt, dass es für die schönsten Plakate einen Preis zu gewinnen gibt. Das würde erklären, weshalb alle sehr ehrgeizig an ihren Plakaten basteln. Dr. Jay und Dr. Rupa von der Ayurveda-Sektion waren die letzten paar Tage jeweils bis spät Abends mit ihren Postern beschäftigt. Ich habe allerdings auch gehört, dass Sathyu bereits in den letzten Jahren einen Preis versprochen hat für das beste Plakat, dieser Preis dann aber nie wirklich an den Gewinner ausgehändigt wurde. Wir werden sehen, wie es dieses Jahr herauskommt :).

Wie immer zum Schluss noch ein paar Fotos und ein Video-Nachtrag.

Bis bald, es grüsst, Aio

Falter an der Sambhavna Backsteinwand

Falter

Seltenes Schauspiel: Wolken am Himmel von Bhopal

Wolke

“Sambhavna-Zertifiziert” (Foto vom Infotag)

Sambhavna zertifiziert

Video: Dr. Qaiser, Allopathic Doctor der Sambhavna Trust Clnic in Bhopal, bei seiner Rede am Infotag vom 17.11.07


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